Nordfriesland ist nicht nur für sein Wattenmeer und die Inselwelt bekannt, sondern auch für die Halligen. Ursprünglich vermutete man, daß die Halligen Reste von Alt-Nordstrand darstellen, welche 1634 bei der "groden Mandränke" weitgehend zerstört und ins Meer abgetragen wurde. Doch heute ist auf Grund intensiver wissenschaftlicher Untersuchungen klar geworden, daß nur Nordstrandischmoor und die Hamburger Hallig zur Insel Alt-Nordstrand gehörten. Die Halligen Oland, Langeneß, Hooge, Gröde, Südfall, Habel und Süderoog entstanden im laufe der letzten Jahrhunderte durch Aufschwemmung und Auflandungen der Nordsee. Wie bei Korallenriffen, wachsen sie auch heute noch Millimeterweise und in die Höhe. Aufgrund der Lage dienen die Halligen als Wellenbrecher und sind somit für den Küstenschutz unabdingbar.
Das Leben der Halligbewohner ist mit dem Leben auf dem Festland vergleichbar, wenn auch etwas beschaulicher. Es gibt Strom- und Trinkwasserleitungen, feste Wege und Straßen und selbst Unterrichtsräume für die Kinder, um die Gemeinschaft der Familie so lange wie möglich zu erhalten. In jedem Fall lohnt sich ein Besuch der Halligen und ihrer Museen, um ein Bild der halligfriesischen Wohnkultur zu erhalten und einen Blick in den Halligalltag zu werfen. Zu empfehlen sind die Zahlreichen Kleinmuseen, Kapitänshäuser, Kirchen, Friesenstuben und die typische Landschaft der Halligwelt.